Richtige Auswahl und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln: Fungizide, Insektizide und Herbizide

Ein wesentlicher Bestandteil des Pflanzenschutzes ist die sachkundige Auswahl und fachgerechte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Das richtige Produkt hilft nicht nur bei der Bekämpfung von Krankheitserregern und Schädlingen, sondern trägt auch zur Sicherheit der Pflanzen und zur wirtschaftlichen Produktion bei.

Pflanzenschutzmittel lassen sich in drei große Kategorien einteilen: Fungizide, Insektizide und Herbizide. Sie werden auf unterschiedliche Art und Weise und für unterschiedliche Zwecke verwendet, daher ist es wichtig zu wissen, wie sie funktionieren und wofür sie eingesetzt werden können.

Die Rolle von Fungiziden im Pflanzenschutz

Die Fungizide können in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden: Streumittel und Herbizide.

Saatgutbeizmittel werden hauptsächlich zur Saatgutbehandlung (Beizung) verwendet. Wenn sie auf die Oberfläche des Saatguts aufgetragen werden, verhindern sie Pilzinfektionen aus dem Boden oder dem Saatgut. Diese vorbeugende Behandlung, noch vor der Aussaat, verringert das Risiko späterer Krankheiten.

Die in der Herde eingesetzten Pilzbehandlungen können entweder durch Kontakt oder durch Absorption erfolgen. Kontaktprodukte wirken auf der Oberfläche der Pflanze und bieten hauptsächlich vorbeugenden Schutz. Absorbierende Produkte hingegen dringen in die Pflanze ein und bieten nicht nur Schutz, sondern können auch einen bereits entstandenen leichten Befall stoppen. Unter den Kontaktmitteln gibt es mehrere für den ökologischen Landbau zugelassene Lösungen, wie Kupfer-, Schwefel- oder Ölprodukte.

Insektizide: gezielte oder allgemeine Bekämpfung

Insektizide können entweder durch Sprühen oder als Bodendesinfektionsmittel ausgebracht werden Zum Zeitpunkt der Aussaat (möglichst nahe am Saatgut) werden Bodendesinfektionsmittel eingesetzt, um die Zahl der Schädlinge im Boden zu reduzieren.

In der Herde eingesetzte Insektizide können sein Selektiv, die nur auf bestimmte Insektenarten abzielen. Ihre Wirkung beruht häufig auf einer Entwicklungshemmung oder einer Magenvergiftung. nicht-selektives Insektizid Medikamente, in der Regel Pyrethroide, wirken als Neurotoxine, haben aber keine dauerhafte Wirkung.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine der unbeabsichtigten Folgen des Verbots des Versprühens von Insektiziden ist, dass die die Notwendigkeit, die Bestände stärker nach einem bestimmten Schema zu verwalten, anstatt sie nur einmal zu verwalten. Das bedeutet mehr Pestizide pro Hektar und einen deutlich höheren Energiebedarf.

Herbizide: innerhalb und außerhalb der Herde

Für Herbizide zwischen nicht vorrätigen und vorrätigen Behandlungen unterscheiden.

Nicht vorrätige Interventionen vor der Aussaat oder nach der Aussaat, aber auch vor dem Auflaufen der Pflanze erfolgen. Sie sollen der Pflanze einen anfänglichen Vorteil verschaffen.

Stoppelbewirtschaftung nach der Ernte ist eine Priorität, das schwer zu bekämpfende mehrjährige Unkräuter wie Kiefernnadeln, Akazien oder Schilf wirksam bekämpfen kann.

Die Herbizide werden mit selektiven Herbiziden versprüht. Das bedeutet, dass das Produkt Unkräuter abtötet, ohne die Kulturpflanze wesentlich zu schädigen. Selektivität kann auf verschiedene Weise erreicht werden: aufgrund von Unterschieden in der Physiologie, der Morphologie, dem Standort oder dem Entwicklungsstadium.

Glyphosat, GVO und das Problem des Austrocknens

In der Europäischen Union nicht zugelassen, aber weltweit weit verbreitet gentechnisch veränderte Nutzpflanzen Anbau. Die besten Beispiele dafür sind gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Mais, Soja und Baumwolle, die resistent gegen ein Totalherbizid, Glyphosat. Dies erklärt den hohen weltweiten Einsatz des Wirkstoffs.

In Europa und Ungarn sind jedoch typische Kulturpflanzen wie Weizen, Gerste, Hafer, Sonnenblumen oder Raps nicht gentechnisch verändert. Dennoch können Glyphosatrückstände in geernteten Pflanzen vorhanden sein, die meist unsachgemäß durchgeführte Austrocknung Ergebnisse.

Unter Austrocknung versteht man das Trocknen des Ernteguts vor der Ernte. Ziel ist es, den Wassergehalt der Ernte zu verringern, die Ernte zu beschleunigen und das Wetterrisiko zu reduzieren. In Ländern mit eher trockenem Klima ist die Trocknung eine gängige Praxis, in Ungarn jedoch überhaupt nicht.

Pflanzenschutzmittel mit Verantwortung

A Pflanzenschutzmittel ist nicht mehr nur eine technologische Frage, sondern Ansatz und Verantwortung ist. Fungizide, Insektizide und Herbizide spielen alle eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Pflanzensicherheit, aber ihre Wirkung, der Zeitpunkt und die Art der Anwendung haben erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, das Bodenleben und letztlich die Nachhaltigkeit der Produktion.

Die Kenntnis der verschiedenen Wirkmechanismen und Verabreichungsmethoden wird Ihnen helfen der Schutz gezielt, gerechtfertigt und wirksam ist.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist ein fester Bestandteil der modernen Landwirtschaft, und es ist daher ein zunehmend wichtiges Thema wann, warum und in welchem Umfang wir diese Instrumente einsetzen. Der richtige Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden hilft nicht nur bei der Bekämpfung von Krankheitserregern und Schädlingen, sondern auch bei der das Bodenleben, die Nutzorganismen und das Funktionieren des gesamten Agrarökosystems beeinträchtigt.

A bewusster Pflanzenschutz bedeutet nicht mehr Intervention, sondern die Wahl des richtigen Werkzeugs zur richtigen Zeit, Der Schwerpunkt liegt auf der Vorbeugung, der Betrachtung des gesamten Produktionssystems und der ständigen Überwachung der Herde.

Die Kenntnis und der verantwortungsvolle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind daher nicht nur für den Erfolg der aktuellen Ernte, sondern auch für die Zukunft von entscheidender Bedeutung. langfristig widerstandsfähiger, stabiler und nachhaltiger sein trägt zur Entwicklung von Agrarökosystemen bei.